„Englische Woche“

Was für eine Woche! Etwas erschöpft, aber doch sehr zufrieden kann ich auf meine „englische Woche“ mit 4 Wettkämpfen in 8 Tagen zurückblicken.

Nach dem Bergzeitfahren von letztem Sonntag blieb ich in der Kategorie Bergwettkampf und startete bereits am Mittwoch wieder, beim 14. Domaberglauf. Hier galt es auf 4,5 Kilometern 260 Höhenmeter zu bewältigen, wobei ein längeres und ein etwas kürzeres Flachstück die Strecke etwas aufbrachen, die restliche Strecke  aber dafür umso steiler ist.

Bei Abwesenheit der beiden Berglaufspezialisten der letzten Jahre bestimmte ich von den ersten Metern an das Tempo und konnte mich schon nach ca. einem Drittel der Strecke entscheidend von meinen restlichen Verfolgern absetzen.      Mit einer Zeit von 19:21 Minuten konnte ich im Ziel nicht nur erstmals dieses Rennen für mich entscheiden, sondern bei meinem insgesamt 4. Start auf dieser Strecke auch meine persönliche Bestzeit um 14 Sekunden verbessern!

Das Wochenende dagegen stand wieder ganz im Zeichen des Fahrrads. Am Samstag stand als „Vorgeschmack“ auf den Sonntag ein Einzelzeitfahren über 16 Kilometer auf der Einfahrbahn des Daimlergeländes in Sindelfingen auf dem Programm. Als einer der ganz wenigen ging ich mit einem „normalen“ Rennrad und lediglich einem kleinen Lenkeraufsatz an den Start, während das Gros der Fahrer mit Zeitfahrrad, Scheibe und Aerohelm an den Start ging. Das tat meiner Motivation jedoch keinen Abbruch und so bewältigte ich bei wechselhaftem Wind die Strecke in 21:47 Minuten und konnte mir damit mit 17 Sekunden Rückstand auf die Spitze den 3. Gesamtplatz sichern!

Am Sonntag folgte schließlich das eigentlich Highlight der Woche. Ich startete beim Heilbronner City-Triathlon in der Mitteldistanzstaffel von Triathlon.de als Radfahrer. Auch hier fühlte ich mich mit einem Blick in der Wechselzone meinem Rennrad etwas „underdressed“, denn die Materialschlacht in Sachen Zeitfahrrädern machte auch vor Heilbronn nicht halt. Doch ich wollte zeigen, dass man auch mit einem Rennrad eine gute Zeit fahren kann! Als Staffel starteten wir in der 3. und letzten Startwelle der Mitteldistanz. Unser Schwimmer Tobias Denzinger (DAV Ravensburg) brachte mich in eine gute Ausgangsposition, indem er zusammen mit der Weltcup-Starterin Svenja Bazlen dem Wasser entstieg und mich so als eine der beiden ersten Staffeln auf die knapp 70 Kilometer durch das wellige Zabergäu schickte.

Während ich mich als Greenhorn auf längeren Strecken auf den ersten Kilometern am Langdistanzerfahrenen Radfahrer der Konkurrenzstaffel orientierte, „verbummelten“ wir das Tempo etwas so dass eine weitere Konkurrenzstaffel zu uns aufschließen konnte. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Tempo merklich höher und diese Konstellation hielt sich dann bis zum ersten etwas längeren Anstieg. An diesem beschloss ich den fehlenden Vorteil der Zeitfahrräder auszunutzen und erhöhte das Tempo. Ich merkte, wie ich eine der beiden anderen Staffeln etwas hinter mir lassen konnte, so dass wir an der Kuppe angekommen wieder auf ein Führungsduo geschrumpft waren. Wie ich im Ziel mitbekam, riss einem meiner Konkurrenten an diesem Anstieg die Kette… ärgerlich!

An der Spitze des Staffelfeldes „pflügten“ wir uns nach und nach durch die zweite und schließlich auch die erste Startgruppe, am Ende waren gerade mal noch ca. 15 Starter der ersten Startgruppe übrig, die ich trotz ihres ca. 13-minütigen Startvorsprungs nicht einholen konnte! Doch leider musste auch ich einen Teilnehmer ziehen lassen, nämlich die Konkurrenzstaffel vom Team Probst Racing. Ich merkte schon recht früh, dass es mir in den etwas abschüssigen Passagen schwer fiel mit dem Zeitfahrrad des Konkurrenten mitzuhalten. Ich schaffte es zwar an jedem Anstieg wieder Anschluss zu finden, wurde aber in anderen Passagen zum Teil fast schon mehrere Hundert Meter distanziert. Nach der letzten ernsthaften Steigung war es dann soweit und ich wurde endgültig abgeschüttelt. Trotzdem konnte ich mit der zweiten Radzeit in 1:46:13 Stunden unseren Staffelläufer Jens Kluzig (DAV Ravensburg) auf Rang 2 auf die Laufstrecke schicken und dieser verteidigte diese in einem tollen Lauf, so dass wir nach 2km Schwimmen, 70km Rad und 15km Lauf in 03:04:37 Stunden als 2. Staffel finishen konnten!

Nach diesen Ergebnissen freue ich mich jedenfalls umso mehr, bald mit meinem neuen Zeitfahrrad von Rota die Straßen unsicher zu machen!

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