Regenschlacht am Walchsee

Tief hängende Wolken vor dem Start zur Challenge Walchsee
Tief hängende Wolken vor dem Start zur Challenge Walchsee

Als Abschluss meiner Triathlonsaison ging ich am Sonntag zum ersten mal bei der Challenge Walchsee an den Start. Ich wusste nach meinem Wettkampf in Wiesbaden, dass ich in einer guten Verfassung war und wollte dies bei meinem letzten Rennen auch zeigen.

Der erste, der es an diesem Tag jedoch nicht gut mit uns meinte, war Petrus. Nachdem die Tage zuvor konstant gutes Wetter bei Temperaturen zwischen 20° und 25° herrschte, zeigte das Thermometer am Sonntag bei Dauerregen nur die Hälfte an.

Gewühl durch die Agegrouper in der 2. Radschleife
Gewühl durch die Agegrouper in der 2. Radschleife

Beim Schwimmen war davon aber natürlich nichts zu spüren. Ich konnte den Aufwärtstrend, der sich über die Saison abgezeichnet hat fortsetzen und schaffte es bis zum Ende an der Verfolgergruppe dran zu bleiben. Während sich ein Schwimmer deutlich absetzte, stieg ich als 6. direkt hinter den 4 Topfavoriten aus dem Wasser. Auf den ersten recht flachen Radkilometern fühlte ich mich ganz gut, als es dann aber in den ersten Anstieg ging, merkte ich, dass ich leider an diesem Tag keine Wunderbeine hatte. Die kleine Lücke konnte ich in der darauffolgenden Abfahrt zwar wieder schließen, aber am zweiten Anstieg nach 14 Kilometern war es dann soweit. Nach einer Attacke von Timo Bracht ließ ich die Spitzengruppe endgültig ziehen und versuchte mich auf mein Tempo zu konzentrieren. In der 2. Runde spürte ich dann die Kälte immer deutlicher, so dass ich einige Male ziemlich anfing zu zittern. Trotzdem blieb ich bis 500 Meter vor der 2. Wechselzone komplett alleine, ehe mich ein anderer Athlet einholte.

Mit Elan auf der 1. Laufrunde
Mit Elan auf der 1. Laufrunde

Nach einem guten Wechsel ging ich als 6. in die 3. Disziplin. Trotz leichter Rückenschmerzen konnte ich ein gutes Tempo anschlagen und auch das Gefühl in den Beinen passte. Erst auf der längeren Bergab-Passage nach etwa 4 Kilometern, verlor ich nicht nur meinen 6. Platz wieder, sondern es schlich sich auch ein Ziehen in meine Oberschenkel. In der 2. Runde zog sich meine Muskulatur immer mehr zusammen und obwohl mir auf der Laufstrecke längst nicht mehr kalt war, machten beide Außenseiten meines Oberschenkels komplett zu. Ab jetzt war jeder Meter eine Qual und mein Tempo fiel mehr und mehr. Einzig der Wille, nicht aufzugeben, brachte mich noch über die 4. 5,25 km-Schleife, für die ich über vier Minuten mehr, als in der ersten Runde benötigte. In der Gesamtwertung fiel ich noch bis Platz 14 zurück.

Nach langen Strapazen endlich im Ziel
Nach langen Strapazen endlich im Ziel

Einen logischen Grund für den Einbruch, kann ich im Grunde nur im kalten Dauerregen sehen. Meine Ernährung hat hervorragend funktioniert und überpaced habe ich auch nicht. Auch wenn ich natürlich mit dem Ergebnis erstmal enttäuscht bin, gilt das nicht für meine generelle Verfassung. Im Schwimmen scheine ich meine Schulterverletzung, die ich mir vor zwei Jahren zugezogen habe, endgültig hinter mir gelassen zu haben und auch auf dem Rad konnte ich eine gute, wenn auch keine optimale, Leistung abrufen. Dass ich gerade beim Laufen, das ich früher oft als meine Paradedisziplin bezeichnet habe, meine Stärke nicht abrufen konnte, ist natürlich ärgerlich. Als nächstes Ziel steht nun der Kölner Halbmarathon am 13. Oktober an. Die Laufsaison ist wieder eröffnet!

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