Harter Tag im Kraichgau

Challenge Kraichgau 2014 - ©Ingo Kutsche
Challenge Kraichgau 2014 – ©Ingo Kutsche

Am Sonntag stand für mich der erste Saisonhöhepunkt bei der Challenge Kraichgau an. Ein Rennen unweit der Heimat, auf das ich mich jedes Mal freue, weil ich hier immer viele alte Freunde und Bekannte treffen kann. Die Vorbereitungen liefen in den letzten Wochen ebenfalls gut, so dass ich recht zuversichtlich an den Start ging. Das Schwimmen verlief dann auch komplett nach Plan. Nur ein Athlet schwamm uns davon und ich kam in der Profistartwelle als Zweiter der Verfolgergruppe aus dem Wasser. Daran änderte sich auch durch die Wechselzone nichts. Als ich jedoch bei der Auffahrt auf die Bundesstraße nach hinten sah, merkte ich, dass einige Athleten nicht weit hinter uns waren. Auf den ersten 10 Kilometern tat sich ziemlich wenig, bis von hinten mit Hochdruck die Radmaschiene Kienle vorbei kam und auf die Tube drückte. Ich merkte ziemlich schnell, dass der zweite Split nicht so gut laufen würde, wie der erste und verlor schnell an Boden. Leider ging das nur mir so, so dass ich die nächsten Kilometer alleine verbrachte.

Challenge Kraichgau 2014 - ©Marcel Hilger
Challenge Kraichgau 2014 – ©Marcel Hilger

Als sich nach und nach ein weiterer Athlet näherte und vorbei ging, versuchte ich dran zu bleiben, was mir auch erstmal gelang. Unglücklicherweise passierte mir hinter Gochsheim etwas, dass ich in 11 Jahren Triathlon so noch nie erlebt habe. Die Kette verkeilte sich beim Schalten zwischen dem kleinen Ritzel und dem Rahmen und legte alles komplett lahm. Da sich garnichts mehr bewegte, kam ich nicht drum herum anzuhalten und meine Kette mit Gewalt wieder auf die beweglichen Teile zu bringen. Den Anschluss hatte ich damit natürlich wieder verloren und auch meine Gangschaltung ließ etwas Federn. Ich musste danach viel am Schalthebel nachkorrigieren, auch ließ sich nicht mehr jeder Gang schalten. Zu diesem Zeitpunkt kam auch noch heftiger Wind dazu. Die restlichen Kilometer bemühte ich mich, noch einigermaßen vernünftig in die Wechselzone zu kommen, was sich jedoch ziemlich zäh gestaltete.

Challenge Kraichgau 2014 - ©Ingo Kutsche
Challenge Kraichgau 2014 – ©Ingo Kutsche

Als ich endlich die Laufschuhe an hatte, änderte sich die Situation wieder. Ich wusste, dass ich richtig viel verloren hatte und keine Chance auf eine vordere Platzierung mehr da war. Ich versuchte mich auf meinen Laufstil zu konzentrieren, den ich vor nicht allzu langer Zeit etwas umgestellt hatte. Schnell sammelte ich die ersten Athleten wieder ein, die mir auf dem Radrückweg gnadenlos davon gefahren waren. War ich wirklich so schnell? Oder waren sie nur einfach langsam? Die Infos von außen deuteten eher darauf hin, dass ich gut unterwegs war.
In der letzten Laufrunde lief ich sogar auf meinen zeitweisen Begleiter auf. Leider merkte ich, dass ich schon viele Körner verschossen hatte. Ich ging zwar vorbei, konnte mich jedoch nicht absetzen. Als auf den letzten 1000 Metern ein Staffelläufer vorbei kam, ging er mit – das gaben meine Beine nicht mehr her. Trotzdem stand am Ende mit einer Laufzeit von 1:16h eine Verbesserung meiner bisherigen Bestzeit von über 4 Minuten auf der Ergebnisliste. 15 Sekunden fehlten auf Gesamtplatz 8. Leider schob sich ein Athlet aus der nächsten Startgruppe noch 2 Sekündchen vor mich, so dass es am Ende nur zum 10. Gesamtrang reichte.

Rheinauhafen Köln 2014
Rheinauhafen Köln 2014

Noch ein paar Worte zu meinem letzten Vorbereitungswettkampf in Köln, dem Rheinauhafen Triathlon am 1.6. der sich im wesentlichen jedoch ähnlich verhielt. Nach einem soliden Schwimmen, hatte ich auf dem Rad keine guten Beine, konnte mich aber durch ein vernünftiges Laufen auf dem 2. Platz halten.

Auch wenn ich derzeit sicherlich an meiner Radperformance arbeiten muss, so habe ich doch mit dem Schwimmen und Laufen in den letzten zwei Wettkämpfen sehr solide bis gute Leistungen gebracht, so dass ich mir sicher sein kann, dass ich hier auf einem wirklich guten Weg bin.

Die Saison hat gerade erst richtig begonnen, ich bin mir sicher: Da ist noch einiges drin!

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