Erfolgreicher Einstand in Roth – Rückblick auf die erste Langdistanz

Gänsehaut beim ersten Mal am Solarer Berg - by Marcel Hilger
Gänsehaut beim ersten Mal am Solarer Berg – by Marcel Hilger

Am Sonntag,den 12.7. fand mein längster Tag des Jahres im Triathlon-Mekka Roth statt. Die Vorbereitung in diesem Jahr war im wesentlichen auf das neue große Ziel, meine erste Langdistanz, ausgerichtet. Ich hatte schon viel von Roth gehört und freute mich auf den Start ins neue Ungewisse.

Um kurz nach 3 Uhr morgens ging der Tag los und nach den letzten Präparationen am Fahrrad erfolgte um 6:30 Uhr mein Start im angenehm für den Neoprenanzug temperierten Main-Donau-Kanal. Leider begann die erste Disziplin an diesem Tag für mich nicht ganz nach Wunsch. Der Druck in den Armen fehlte und trotz guter Ausgangsposition nach den ersten hundert Metern fiel ich direkt von der Spitzengruppe ab und fand mich in der Verfolgung wieder. Nach 50:13min und knapp 3 Minuten Rückstand zur Spitze kam ich an Position 19 aus dem Wasser.
Auf dem Rad hatte ich ein gutes Gefühl und bin mit etwas Ärger über das Schwimmen gut losgefahren. Leider wurde ich durch die Gruppe, die sich hinter mir bildete, fast gar nicht in der Führungsarbeit unterstützt und fuhr bis auf den langen Anstieg in Greding, am Wendepunkt der Radstrecke, praktisch ausschließlich vorne.

Kampf auf der zweiten Radrunde - by Marcel Hilger
Kampf auf der zweiten Radrunde – by Marcel Hilger

Ende der ersten Runde wartete dann das Highlight des Tages: Die erste Runde über den Solarer Berg. Dadurch geriet ich wohl in einen kleinen Adrenalinrausch, der mich dazu verleitete, auch die folgenden Kilometer zu schnell zu fahren. Das führte dazu, dass ich Anfang der zweiten Runde den Großteil meiner Begleitung los wurde. Leider merkte ich danach, dass mein Tempo wohl doch etwas zu hoch gewählt war. Bis zum zweiten Mal zum langen Anstieg in Greding konnte ich noch Schadensbegrenzung betreiben. Inzwischen kam auch immer mehr Wind auf und ich musste versuchen mit meinen schwindenden Kräften ohne allzu großen Zeitverlust in die zweite Wechselzone zu gelangen.

Mit Schwämmen gegen die aufkommende Hitze - by Marcel Hilger
Mit Schwämmen gegen die aufkommende Hitze – by Marcel Hilger

Ich konnte mein Rad noch als 13. Athlet an die Helfer in Roth übergeben und als 12. auf die Laufstrecke gehen. Der Umstieg auf das Laufen fiel mir nicht schwer, auch achtete ich genau darauf, dass ich diesmal mein angepeiltes Tempo nicht überziehe. Die Temperaturen nahmen im Verlauf des Marathons immer mehr zu und erreichten Werte an die 30°C.
Am Kanal angekommen wurde ich innerhalb weniger Kilometer von drei Athleten überholt, so dass ich schon an meinem Tempo zu zweifeln begann. Aber mein Gefühl und mein Verstand sagten mir, dass die Strecke noch viel zu lange war, um durch eine Tempoverschärfung weitere Fehler zu machen.
Nach dem Halbmarathon mit kurzer „Dixie-Einkehr“ ging es etwas befreiter auf die zweite Hälfte der Laufstrecke. So konnte ich im weiteren Verlauf meinerseits 3 Athleten überholen. Die letzten 10 Kilometer wurden allerdings die Härtesten, die ich je absolvieren musste. Die Beine brannten und ich war unglaublich froh, als ich es nach 8:34:55h Gesamtzeit und einem Marathon unter 3 Stunden als 12. des Gesamtfelds ins Ziel schaffte. Gleichzeitig bedeutete dies auch den 8. Platz der offiziellen deutschen Meisterschaften und den 3. Platz in der Altersklasse M25.
Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die mich auf meinem langen Weg zu dieser Leistung unterstützt haben. Ein besonderer Dank geht an meine Homestay-Familie Irmgard und Sepp Taubeneder, die mich und meine Frau vorzüglich versorgt haben. Ein weiterer großer Dank gilt meinen Sponsoren, die mich mit konkurrenzfähigem Material ausstatten.

Nach hartem Kampf glücklich im Ziel - by Marcel Hilger
Nach hartem Kampf glücklich im Ziel – by Marcel Hilger
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